MobiKat News

Plattform für Hilfsangebote und Hilfegesuche in der Corona-Krise – powered by MobiKat

© DRK Sachsen
Team Sachsen

Zu Beginn der COVID-19-Lage wurde Team Sachsen als gemeinsame Initiative gegründet – bestehend aus den sächsischen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Sie nutzt eine auf MobiKat basierende Online-Plattform für die Registrierung von freiwillig Helfenden und den Abgleich mit Hilfsgesuchen aus der Bevölkerung. Zwischenzeitlich wurden über 3.150 Helferinnen und Helfer über die Plattform vernetzt. Weitere Informationen im Soforthilfe-Report des DRK Sachsen.

MobiKat bei der Landeskatastrophenschutzübung erfolgreich im Einsatz

© Ralf Hedel, Fraunhofer IVI
© Ralf Hedel, Fraunhofer IVI

Ein kürzlich von der Landesdirektion Sachsen veröffentlichter Erfahrungsbericht fasst die Ergebnisse der im August 2019 abgehaltenen Landeskatastrophenschutzübung umfassend zusammen. Bestehend aus Stabsrahmenübung und einem Vollübungsteil wurde das Ereignis grenzüberschreitend gemeinsam mit der Tschechischen Republik organisiert.

MobiKat unterstützte die Technische Einsatzleitung bei der Einsatzführung sowie Verwaltung der Einsatzkräfte und Mittel. »Mobikat erwies sich […] als System zur Einsatzführung sowie Verwaltung der Einsatzkräfte und Mittel für die TEL als geeignet.« resümiert die Landesdirektion Sachsen. Eine weitere Handlungsempfehlung der Landesdirektion besagt, dass die Zusammenarbeit zwischen MobiKat und anderen bereits genutzten Informationsprogrammen über geeignete Schnittstellen zügig ermöglicht werden soll. Den gesamten Erfahrungsbericht lesen Sie hier:

Fraunhofer IVI vs. Corona: neues MobiKat-Modul für ungebundene Helfer unterstützt Team Sachsen

21. April 2020

© DRK Sachsen
Im Führungs- und Lagezentrum der Hilfsorganisationen Sachsens wird die Staatsministerin Petra Köpping mithilfe von MobiKat zur aktuellen COVID-19-Lage informiert.

Die COVID-19-Lage stellt sowohl die Bevölkerung als auch Behörden und Hilfsorganisationen vor bislang unbekannte Herausforderungen, für die es keine Standardlösungen gibt. Das Fraunhofer IVI unterstützt die praktische Bewältigung der aktuellen Situation mit neuen MobiKat-Softwarekomponenten. Diese werden beim Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst bei der täglichen Arbeit im Kampf gegen die Pandemie eingesetzt. Die Hilfsorganisationen koordinieren gemeinsam als Team Sachsen die derzeitigen Hilfemaßnahmen und stellen den hilfesuchenden Personen, Organisationen und Unternehmen freiwillige Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Das gemeinsame Führungs- und Lagezentrum Sachsen nutzt MobiKat seit Beginn der Maßnahmen und organisiert mittlerweile über 3000 Helfer. Mit MobiKat lassen sich die Daten zu Hilfegesuchen und Helfern sowie deren Fähigkeiten zusammenführen, Einsatzentscheidungen unterstützen und nachgelagerte Meldungen für Betroffene, Helfer und Stab zur Auftragsgenerierung, Benachrichtigung, Statusnachverfolgung etc. erzeugen und versenden. Bei der Auswahl und Zuordnung von Helfern zu einem Hilfegesuch – der sogenannten Helferdisposition – werden zahlreiche Kriterien berücksichtigt, wie zum Beispiel die Mobilität des Helfers, die Straßenentfernung zum Einsatzort, die zeitliche Verfügbarkeit, Vorkenntnisse in der Gesundheitspflege, sowie Fremdsprachenkenntnisse. Sobald die einzusetzenden Personen für ein Hilfegesuch ausgewählt wurden, kann das System E-Mails mit allen wichtigen Informationen an die Beteiligten senden. Die Helferinnen und Helfer erhalten mit MobiKat präzise Informationen über ihren bevorstehenden Einsatz und die Hilfsbedürftigen erfahren vorab, wer auf dem Weg zu ihnen ist.

Die Funktionalitäten von MobiKat werden fortlaufend – entsprechend den Anforderungen aus dem Einsatz in der COVID-19-Lage – erweitert. Das neue Modul wurde schnell umgesetzt, um den akuten Bedarf der Praxisanwender nach einer optimierten Koordination ihrer zahlreichen Hilfemaßahmen zu decken, und leistet somit einen unmittelbar wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Pandemielage.