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Fraunhofer IVI vs. Corona: neues MobiKat-Modul für ungebundene Helfer unterstützt Team Sachsen

21. April 2020

© DRK Sachsen
Im Führungs- und Lagezentrum der Hilfsorganisationen Sachsens wird die Staatsministerin Petra Köpping mithilfe von MobiKat zur aktuellen COVID-19-Lage informiert.

Die COVID-19-Lage stellt sowohl die Bevölkerung als auch Behörden und Hilfsorganisationen vor bislang unbekannte Herausforderungen, für die es keine Standardlösungen gibt. Das Fraunhofer IVI unterstützt die praktische Bewältigung der aktuellen Situation mit neuen MobiKat-Softwarekomponenten. Diese werden beim Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst bei der täglichen Arbeit im Kampf gegen die Pandemie eingesetzt. Die Hilfsorganisationen koordinieren gemeinsam als Team Sachsen die derzeitigen Hilfemaßnahmen und stellen den hilfesuchenden Personen, Organisationen und Unternehmen freiwillige Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Das gemeinsame Führungs- und Lagezentrum Sachsen nutzt MobiKat seit Beginn der Maßnahmen und organisiert mittlerweile über 3000 Helfer. Mit MobiKat lassen sich die Daten zu Hilfegesuchen und Helfern sowie deren Fähigkeiten zusammenführen, Einsatzentscheidungen unterstützen und nachgelagerte Meldungen für Betroffene, Helfer und Stab zur Auftragsgenerierung, Benachrichtigung, Statusnachverfolgung etc. erzeugen und versenden. Bei der Auswahl und Zuordnung von Helfern zu einem Hilfegesuch – der sogenannten Helferdisposition – werden zahlreiche Kriterien berücksichtigt, wie zum Beispiel die Mobilität des Helfers, die Straßenentfernung zum Einsatzort, die zeitliche Verfügbarkeit, Vorkenntnisse in der Gesundheitspflege, sowie Fremdsprachenkenntnisse. Sobald die einzusetzenden Personen für ein Hilfegesuch ausgewählt wurden, kann das System E-Mails mit allen wichtigen Informationen an die Beteiligten senden. Die Helferinnen und Helfer erhalten mit MobiKat präzise Informationen über ihren bevorstehenden Einsatz und die Hilfsbedürftigen erfahren vorab, wer auf dem Weg zu ihnen ist.

Die Funktionalitäten von MobiKat werden fortlaufend – entsprechend den Anforderungen aus dem Einsatz in der COVID-19-Lage – erweitert. Das neue Modul wurde schnell umgesetzt, um den akuten Bedarf der Praxisanwender nach einer optimierten Koordination ihrer zahlreichen Hilfemaßahmen zu decken, und leistet somit einen unmittelbar wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Pandemielage.